Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) erkennen: Die wichtigsten Anzeichen, LRS-Test, Chancen & echte Hilfe für dein Kind

Wenn Buchstaben zur Herausforderung werden – und was du wirklich tun kannst

Kennst du das? Dein Kind sitzt am Küchentisch, kämpft mit den Hausaufgaben und hat Tränen in den Augen. Du hast schon alles versucht – Geduld, Lob, manchmal auch etwas mehr Strenge. Trotzdem scheint nichts zu helfen, und die Frage schleicht sich ein: „Mache ich etwas falsch? Ist mein Kind einfach nicht begabt genug? Oder steckt vielleicht mehr dahinter?“

Eines vorweg: Du hast nichts falsch gemacht. Und dein Kind ist weder „dumm“ noch „faul“. Es braucht nur den richtigen Schlüssel, um seine natürlichen Fähigkeiten zu entfalten. Für deine Familie ist ein Leben ohne Lernfrust nur einen mutigen Schritt entfernt.

Wenn dein Kind mit Lesen und Schreiben kämpft, könnte eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) dahinterstecken. In diesem Artikel erfährst du, woran du LRS erkennst, welche Ursachen dahinterstecken können und – am wichtigsten – welche wirksamen Hilfen es gibt, die wirklich funktionieren.


Was ist eine Lese-Rechtschreibschwäche wirklich?

LRS ist mehr als nur ein paar Rechtschreibfehler oder langsames Lesen. Es handelt sich um eine komplexe Herausforderung, die in Deutschland bis zu eine Million Kinder betrifft. Die Corona-Pandemie hat diese Situation für viele noch verschärft, wie aktuelle Studien zeigen.

Wichtig zu verstehen: LRS ist kein einheitliches Störungsbild, sondern ein Sammelbegriff für Symptome mit unterschiedlichen Ursachen:

  • Wahrnehmungsstörungen: Das Gehirn verarbeitet Hör- oder Sehreize anders
  • Neurologische Entwicklungsverzögerungen: Zum Beispiel offene frühkindliche Reflexe
  • Emotionale Belastungen: Stress, Angst oder familiäre Veränderungen
  • Fehlende Lernstrategien: Dem Kind fehlen passende Techniken für seinen Lerntyp
  • Genetische Veranlagung: Manchmal gibt es LRS auch in der Familie
  • Kombinierte Faktoren: Häufig wirken mehrere Ursachen zusammen


Der entscheidende Punkt: Nicht das Symptom „Lese-Rechtschreibschwäche = LRS“ behandeln, sondern die individuellen Ursachen finden und gezielt angehen! Das macht den Unterschied zwischen jahrelangem Frust und schnellen Erfolgserlebnissen.


Die wichtigsten Anzeichen: Wann solltest du aufmerksam werden?

LRS zeigt sich oft nicht erst in der Schule. Bereits im Vorschulalter können bestimmte Signale auf eine mögliche spätere Lese-Rechtschreibschwäche hindeuten:


Anzeichen im Vorschulalter:

  • Schwierigkeiten mit Reimen und Silben
  • Auffällige Sprachverzögerungen
  • Probleme beim Nachsprechen oder Erkennen von Lauten
  • Schwierigkeiten, sich Lieder oder Reime zu merken


Anzeichen in der Grundschule:

  • Langsames, stockendes Lesen auch nach der ersten Klasse
  • Häufige Buchstabenverwechslungen (b/d, p/q, m/n)
  • Große Lücke zwischen mündlicher und schriftlicher Leistung
  • Auslassen oder Hinzufügen von Buchstaben
  • Viele Fehler trotz intensiven Übens
  • Schwierigkeiten beim Abschreiben von der Tafel


Emotionale Warnsignale – besonders wichtig!

  • Bauchschmerzen vor der Schule
  • Plötzlicher Rückzug oder Wutausbrüche
  • Kind bezeichnet sich als „dumm“ oder „kann das eh nie“
  • Vermeidet Lesen und Schreiben wo es nur geht
  • Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf


Diese Anzeichen bedeuten nicht automatisch LRS, aber sie sind wichtige Hinweise, die du ernst nehmen solltest. Je früher du handelst, desto besser!


Früh helfen – auch ohne offizielle Diagnose/LRS-Test!

Viele Eltern warten auf eine offizielle Diagnose (LRS-Test), bevor sie aktiv werden. Doch das ist ein Fehler! Die wichtigste Hilfe beginnt oft schon VOR dem LRS-Test.

„Es ist nie zu früh, um an die Wurzeln zu gehen – und nie zu spät, um Fortschritte zu erleben.“

Werde proaktiv:

  • Je früher du hinschaust, desto leichter lässt sich der „Knoten lösen“
  • Viele Ursachen können mit gezieltem Training und kleinen Veränderungen rasch behoben werden
  • Frühzeitige Förderung verhindert eine negative Spirale aus Frust, Selbstzweifeln und Lernverweigerung


Studien zeigen: Kinder, die frühzeitig Unterstützung erhalten, entwickeln seltener emotionale Folgeprobleme wie Schulangst oder Depressionen. Zudem ist das Gehirn in jüngeren Jahren noch besonders formbar, was die Förderung erleichtert.


3-Schritte-Anleitung: Was du jetzt konkret tun kannst

1️⃣ Beobachten & Notieren

  • Sammle konkrete Situationen und Schwierigkeiten (z.B. welche Buchstaben werden verwechselt?)
  • Achte besonders auf emotionale Reaktionen deines Kindes
  • Vertraue deinem Bauchgefühl – Eltern spüren oft früh, wenn etwas nicht stimmt


2️⃣ Frühzeitig Rat holen – auch ohne Diagnose bzw. LRS-Test

  • Sprich mit der Lehrkraft und beschreibe deine Beobachtungen
  • Suche Kontakt zu erfahrenen Lerncoaches, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen
  • Informiere dich über verschiedene Förderansätze – nicht jede Methode passt zu jedem Kind


3️⃣ Positive Lernumgebung schaffen

  • Nimm Druck raus: Feiere kleine Erfolge und begreife Fehler als Lernchancen
  • Setze auf spielerisches, gehirngerechtes Lernen (mit Bewegung, Farben, Geschichten)
  • Vermittle deinem Kind: „Du bist okay, so wie du bist – und zusammen finden wir einen Weg!“

 

Warum herkömmliche Nachhilfe für LRS-Schüler oft nicht ausreicht

Bei LRS geht es um mehr als nur um fehlendes Wissen. Herkömmliche Nachhilfe arbeitet meist nur an den Symptomen und wiederholt oft die gleichen Methoden, die in der Schule bereits nicht funktioniert haben.

Für nachhaltige Erfolge braucht es einen ganzheitlichen Ansatz auf drei Ebenen:

  • Fachliche Förderung: Passende Übungen und Strategien für den individuellen Lerntyp
  • Neurologische Entwicklung: Reflexintegration, Hörtraining, Wahrnehmungsförderung
  • Emotionale Stärkung: Selbstvertrauen aufbauen, Angst abbauen, Motivation fördern


Erst wenn alle drei Ebenen zusammenspielen, kann dein Kind sein volles Potenzial entfalten. Das Ziel: Schnelle Erfolgserlebnisse, die Selbstvertrauen stärken und Freude am Lernen wecken.


Experten-Tipp von Christine Grimm

„Als Lerncoach und Mutter weiß ich aus eigener Erfahrung: Der Schlüssel liegt oft nicht in noch mehr Üben, sondern darin, die Lernfreude wieder zu entdecken. Beobachte, wann dein Kind entspannt und neugierig ist – beim Singen, Malen oder Bewegen. Genau hier setzt das gehirngerechte Lernen an: Lass dein Kind beispielsweise Wörter im Rhythmus eines Liedes lesen, hüpfe gemeinsam das Alphabet oder male Buchstaben bunt und groß auf eine Fensterscheibe. So findet ihr spielerisch heraus, wie dein Kind am besten lernt – und setzt an dem Punkt an, wo Lernen wieder Spaß macht und Erfolgserlebnisse möglich werden. Jeder Mensch ist einzigartig – und zusammen finden wir euren Weg!“
— Christine Grimm, Gründerin von Lernen einfach erleben


LRS überwinden: Ganzheitlicher Ansatz macht den Unterschied

Die wissenschaftliche Forschung bestätigt: Die erfolgreichsten Förderansätze bei Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) kombinieren verschiedene Methoden und berücksichtigen die individuellen Stärken und Herausforderungen jedes Kindes.

Besonders effektiv sind:

  • Multisensorisches Lernen: Gleichzeitiges Ansprechen mehrerer Sinne (sehen, hören, fühlen)
  • Bewegungsbasierte Methoden: Reflexintegration, Brain-Gym und koordinative Übungen
  • Auditive Förderung: Spezielle Hörtrainings zur Verbesserung der Lautdifferenzierung
  • Emotionales Coaching: Aufbau von Selbstvertrauen und positiven Lernstrategien


Studien zeigen: Kinder, die mit solchen ganzheitlichen Ansätzen gefördert werden, zeigen nicht nur bessere schulische Leistungen, sondern auch ein gesteigertes Selbstwertgefühl und mehr Lernmotivation.


Dein nächster Schritt: So findest du die richtige Unterstützung

Wenn du vermutest, dass dein Kind von LRS betroffen sein könnte, zögere nicht zu handeln. Die richtige Unterstützung kann den entscheidenden Unterschied machen – für die schulische Entwicklung und das emotionale Wohlbefinden deines Kindes.

Achte bei der Auswahl von Unterstützungsangeboten auf:

  • Einen ganzheitlichen Ansatz, der über reine Rechtschreibübungen hinausgeht
  • Individuell angepasste Förderung statt Standardprogramme
  • Einbeziehung neurologischer und emotionaler Aspekte
  • Positive Grundhaltung und wertschätzenden Umgang mit deinem Kind
  • Zielgerichtete, effiziente Lösungsansätze: Methoden, die schnell Wirkung zeigen und nachhaltige Fortschritte ermöglichen – damit Lernen nicht zu einer endlosen Baustelle wird, sondern spürbar entlastet


Fazit: Du bist nicht allein – und es gibt Lösungen!

Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) ist eine Herausforderung, aber keine unüberwindbare Hürde. Mit dem richtigen Ansatz und gezielter Unterstützung kann dein Kind seine Schwierigkeiten in überschaubarer Zeit überwinden und sein volles Potenzial entfalten. Es kommt auf die besondere Nachhilfe für LRS-Schüler an.

Denk immer daran: Du bist nicht allein. Tausende Familien meistern diese Herausforderung jeden Tag. Und dein Kind ist weder „dumm“ noch „faul“ – es braucht nur den richtigen Schlüssel, um seine einzigartigen Stärken zu entfalten.

Du möchtest wissen, welche Methode zu deinem Kind passt? Du bist bereit in die Zukunft deines Kindes zu investieren? Buche jetzt dein kostenfreies Orientierungsgespräch – unkompliziert und herzlich.

„Du bist nicht allein. Dein Kind ist einzigartig. Und zusammen findet ihr euren Weg – unabhängig von jeder Diagnose.“ 


Häufig gestellte Fragen zu LRS

Kann LRS von alleine verschwinden?

Leichte Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten können sich manchmal mit der Entwicklung verbessern, aber eine echte LRS verschwindet in der Regel nicht ohne gezielte Förderung. Je früher diese beginnt, desto besser sind die Aussichten auf nachhaltige Erfolge.

Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass auch anfänglich leichte LRS-Herausforderungen sich ohne Unterstützung verstärken können – und so zu größeren schulischen und emotionalen Problemen führen, die eigentlich vermeidbar gewesen wären.
Frühes Hinschauen und rechtzeitiges Begleiten können viel Druck nehmen, Selbstvertrauen erhalten und einen unnötig langen Leidensweg verhindern.


Ist LRS vererbbar?

Es gibt manchmal tatsächlich eine genetische Komponente. Studien zeigen, dass Kinder ein höheres Risiko haben, wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind. Dies bedeutet aber nicht, dass LRS unvermeidbar ist – frühzeitige Förderung kann sehr wirksam sein.


Wie unterscheidet sich LRS von Legasthenie?

Der Begriff „Legasthenie“ bezeichnet meist eine schwerere, diagnostizierte Form der Lese-Rechtschreibstörung mit neurologischen Ursachen. „LRS“ ist der breitere Begriff, der auch leichtere Formen und verschiedene Ursachen einschließt. Für die Förderung ist dieser Unterschied jedoch weniger wichtig als die individuellen Bedürfnisse des Kindes.

Wichtig ist: Unabhängig von einer offiziellen Diagnose bzw. einem LRS-Test sollte ein Kind immer dann Unterstützung erhalten, wenn es beim Lesen oder Schreiben Schwierigkeiten zeigt.


Welche Rechte haben Kinder mit LRS in der Schule?

In Bayern und den meisten Bundesländern haben Kinder mit diagnostizierter LRS Anspruch auf Nachteilsausgleich. Dies kann längere Bearbeitungszeiten, angepasste Bewertung der Rechtschreibleistung oder technische Hilfsmittel umfassen. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Schule.

Ab welchem Alter kann man LRS erkennen?

Erste Anzeichen können bereits im Kindergartenalter sichtbar werden, etwa bei Schwierigkeiten mit Reimen oder der Lautunterscheidung. Eine zuverlässige Diagnose ist meist ab der zweiten Klasse möglich, wenn grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten erworben sein sollten.

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